Fortuna Metalheads
17:22, 23.09.2014*

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Autor Thema: Wir spielen nicht mit Nazis  (Gelesen 3393 mal)
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« am: 20:03, 08.01.2012 »
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Stellungnahme zum  Fortunafantag vom SCD am 07.01.2012:


Wir hatten uns auf einen schönen Tag im Kreise der Fortuna-Familie gefreut. Mit Freunden Fußball spielen, ein entspanntes Turnier, am Abend in der Bar95 was trinken. Leider war dies am Samstag nicht möglich.
Die Metzkausen Hypers trafen direkt bei ihrem ersten Spiel auf ein Team, in deren Reihen jemand Thor Steinar trug. Eine Kleidungsmarke, die aus gutem Grund bei Fortuna nicht geduldet wird, weil sie eigentlich ausschließlich von Nazis getragen wird. Auf Proteste der Hypers wurde leider nur unzureichend reagiert, die Mehrheit der Spieler verließ aus Protest den Platz. Das Spiel fand statt, obwohl zu wenige Spieler auf dem Platz standen. Auch im Nachhinein wurde nicht auf das Thema eingegangen. Das Spiel wurde eingetragen wie es ausgegangen war (5:0 Niederlage der Hypers), der betreffende Spieler sollte nur ein anderes Shirt anziehen, was er nach dem Spiel wohl auch tat. Der Spieler durfte weiter am Turnier teilnehmen und die Hypers zogen ihre Teilnahme zurück. Auch weil ihre Proteste nicht ernst genommen wurden und teilweise noch behauptet wurde, sie hätten sich gar nicht vor Spielbeginn gemeldet.
Wenn Nazis bei einem Turnier toleriert werden und mitspielen dürfen, gleichzeitig unseren Freunden jede Freude genommen wird, dann sind wir bei dem Turnier auch falsch.

Es geht nicht um Politik in der Kurve. Es geht darum dass für Nazis kein Platz bei Fortuna ist. Hier ist Konsequenz gefragt, auch wenn sie weh tut.
Was bleibt ist Enttäuschung und genug Stoff für Diskussionen um die Winterpause zu verkürzen.

(http://www.fortuna-metalheads.de/images/wir_spielen_nicht_mit_nazis.jpg)


Diskussion erlaubt und erwünscht.
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Steve
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« Antworten #1 am: 21:01, 08.01.2012 »
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Mir wurde eben mitgeteilt, dass Soul City gestern NICHT in der Bar95 aufgelegt haben.


Soulige Metalhypers!
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« Antworten #2 am: 10:08, 09.01.2012 »
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Ja Steve. Das stimmt das die nicht aufgelegt haben. Lag aber wohl an was ganz anderem. Die Anlage war wohl, wie ich hörte, wegen Verkabelung oder was auch immer, nicht mit der Anlage in der Bar95 kompatibel. Da gab es Probleme, das Teil anzuschliessen. Irgendwas passte da nicht mit den Plattenspielern. Daher wehte der Wind.
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« Antworten #3 am: 14:39, 09.01.2012 »
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ok, danke für die info
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« Antworten #4 am: 14:40, 09.01.2012 »
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Mir wurde mitgeteilt dass es eben doch nicht nur an der Verkabelung lag.  cool
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« Antworten #5 am: 14:50, 09.01.2012 »
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Ja, ich wusste auch nur das technische. Aber dann ist es eben eine Mischung aus beiden. Auch okay.
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« Antworten #6 am: 18:50, 09.01.2012 »
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Mir wurde mitgeteilt dass es eben doch nicht nur an der Verkabelung lag.  cool

Richtig. Sie haben auch so nicht mehr spielen wollen - dies aber nicht so formuliert. Ist für unsere Formulieren nicht gänzlich ohne Bedeutung.
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Steve
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« Antworten #7 am: 23:38, 09.01.2012 »
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http://hypers2001.wordpress.com/

Erklärung zum Zurückziehen des Teams beim SCD-Fanturnier
Veröffentlicht am 9. Januar 2012

Für den 7.1. hatte der unabhängige Dachverband der Fortuna-Fans, „Supporters Club Düsseldorf 2003 e.V.“, zum „Fan-Tag“ bestehend aus Fußballturnier und anschließender Party geladen. Insgesamt 40 Teams waren für das Turnier angemeldet.

Als ein Spieler unseres ersten Gruppengegners „Bushwhackers Düsseldorf“ das Spielfeld im Shirt der Neonazimarke „Thor Steinar“ betrat, war jedoch klar, dass wir nicht nicht antreten würden. Ärgerlicherweise haben nicht alle Mitspieler, darunter auch ein Gruppenmitglied, das Feld sofort verlassen, so dass das Spiel, obwohl in Unterzahl, angepfiffen wurde.

Umgehend wandten wir uns an die Veranstalter, erklärten dem Vorsitzenden des Supporters Clubs Ingo K.  die Situation und dass wir unter diesen Umständen unser Team zurückziehen würden. Es kommt für uns nicht in Frage einem Fanturnier mit freund(schaft)licher Intention – und selbstverständlich auch sonst nirgendwo – mit oder gegen Leute in Nazi-Klamotten zu spielen.

Während wir unsere Sachen packten, kam man seitens des SCD auf uns zu und bat uns, dass Turnier nicht zu verlassen, man habe gerade mit dem betreffenden Spieler gesprochen und er hätte das Shirt nun ausgezogen. Kaum erwähnenswert, dass das Problem damit natürlich nicht gelöst, ja nicht mal angemessen angegangen, wurde. Für den SCD schien die Sache damit aber erledigt – für uns aber war das Turnier erledigt. Blanker Hohn, dass Mitglieder unserer Gruppe noch Klagen von gegnerischen Spielern über mangelnde Toleranz ertragen mussten, schließlich hätten wir ja auch „Nazis raus“ auf dem Rücken stehen gehabt.

Beim Verlassen der Halle sprach uns dann noch Bastian S., ehemaliges Vorstandsmitglied des SCD und Mitorganisator, an, der darlegte, dass er uns nicht helfen könne, weil wir nicht zu ihm gekommen wären. Diese Aussage ist schlichtweg inakzeptabel und beschämend, da wir die Organisatoren bereits in Kenntnis gesetzt hatten. Seine abschließenden Worte, wir sollen uns nicht so künstlich aufregen, verdeutlicht das Desinteresse, die Ignoranz und Heuchelei bezüglich der Problematik.

Von diesem Dachverband und diesen Personen wollen wir uns keinen Tag länger vertreten wissen und werden dem SCD daher umgehend unseren Austritt erklären. Wer Leute in Naziklamotten auf seinen Veranstaltungen duldet, wird unseren Ansprüchen nicht gerecht und kann sie also auch nicht vertreten. Trotzdem sind für klärende Gespräche offen.

Aufrichtiger Respekt und Anerkennung hingegen an die Fortuna Metalheads 2009, die ihr Team ebenfalls zurückzogen und deren Stellungsnahme wir uneingeschränkt teilen.

Alle anderen Gruppen, denen die Situation bekannt war, sollten sich fragen, ob sie ihrem Selbstverständnis damit gerecht geworden sind und ob ein bisschen Spaß am Kicken, den wir auch gerne gehabt hätten, das Spielen mit Leuten in „Thor-Steinar“ Klamotten rechtfertigt.

Sich fügen heißt lügen!

Hypers 2001
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« Antworten #8 am: 20:09, 11.01.2012 »
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http://www.publikative.org/2012/01/11/dahin-wo-es-weh-tut/

http://www.publikative.org/2011/12/19/das-unpolitische-wir-der-fanszene/

Zwei Links die mir sehr gefallen haben, weil sie indirekt sehr gut beschreiben wo das Problem in Fanszenen ist. Viel zu lesen, aber lohnt sich in meinen Augen.
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« Antworten #9 am: 15:58, 12.01.2012 »
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http://www.magischerfc.de/wordpress/?p=6025

Zitat
Umso schlimmer, dass selbst bei Vereinen wie der Fortuna Fandachverbände anscheinend nicht die Eier haben sich entsprechend deutlich zu positionieren. Respekt vor den Hypers2001, die es tun.

Noch cooler finde ich nebenbei in diesem Zusammenhang die Fortuna Metalheads, denn das ist mal ein klares Statement:

“Es geht nicht um Politik in der Kurve. Es geht darum dass für Nazis kein Platz bei Fortuna ist. Hier ist Konsequenz gefragt, auch wenn sie weh tut.”
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« Antworten #10 am: 17:05, 13.01.2012 »
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http://www.stadionwelt-fans.de/index.php?head=Metzkausen-Hypers-treten-aus-Supporters-Club-aus&folder=sites&site=news_detail&news_id=4786
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« Antworten #11 am: 10:32, 18.01.2012 »
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Wir haben es endlich geschafft eine Stellungnahme zu schreiben:

Stellungnahme des 1. FC Medu

Auch wir haben am Fantag teilgenommen. Auf Platz A haben wir nicht mitbekommen, dass die Hypers und Metalheads die Teilnahme zurückgezogen haben, weil ein Spieler Kleidung von Thor Steiner getragen hat. Wir hatten nette, faire und nicht rassistische Teams in der Gruppe und bis zum Viertelfinale viel Spaß auf dem Turnier. Da wir nicht als Fanclub sondern als Betriebs­sport­mannschaft teilnahmen, spielten wir dann fast nichts ahnend im Viertelfinale gegen die Bushwhackers.  Hätten wir vorher mehr Infos bekommen, hätten wir spätestens hier das Turnier abgebrochen und einem unser Spieler die Beschimpfung „scheiß Kümmeltürke“  durch einen Zuschauer aus dem Kreise der Bushwhackers erspart. Unser Spieler und eine Zuschauerin haben sich bei der Turnierleitung beschwert, aber es geschah nichts, obwohl jeder wusste, von wem die rassistische Äußerung kam.

Wir sind wie Hypers und Metalheads der Meinung, dass (Neo)nazis, rechte Symbole und rassistische Äußerungen bei einer solchen Veranstaltung nichts zu suchen haben. Vom SCD als Veranstalter hätten wir in dieser Sache mehr Konsequenz erwartet, da er sich als Dachverband zu Antirassismus bekennt.

F95 olé

1. FC Medu
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« Antworten #12 am: 10:39, 18.01.2012 »
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Danke für diesen offenen Brief. Ich glaube, dass viele das nicht mitbekommen haben. Ich finde jetzt nach dieser eurigen Aussage, die erst knapp 2 Wochen nach der Veranstaltung kommt, dass der SCD jetzt erst recht in Zugzwang kommt und sich zu erklären hat. Da ihr, wie gesagt, eine Betriebsmannschaft seid, die das alles nicht im vornherein mitbekommen hat. Ich finde es jetzt deswegen umso wichtiger, dass der Verband da eindeutig Stellung bezieht und sich erstens für seine Schlafmützerei entschuldigt und seine eigene Satzung, in der der Antirassismus eindeutig beschrieben steht, auch mit allen Konsequenzen durchzieht. Es kann nicht sein, dass hier so agiert wird. TS-Klamotten werden im Block nicht geduldet, so also auch nicht bei einem Turnier. Und ein Begriff wie "Kümmeltürke" lapidar abzuschieben, ist in Zeiten, wo sich Vereinsspieler, die sich bei gegnerischen Fans rassistisch verhalten und offiziell beim Verband erklären müssen, einfach nur erbärmlich und lächerlich.
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« Antworten #13 am: 14:46, 26.01.2012 »
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http://www.zeit.de/politik/deutschland/2011-11/schroeder-extremismus-kommentar/

Fand ich ganz interessant.
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« Antworten #14 am: 22:07, 10.02.2012 »
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(http://i42.servimg.com/u/f42/13/32/65/26/img_0110.jpg)

(http://i42.servimg.com/u/f42/13/32/65/26/img_0111.jpg)

Fortuna und die ganze Fanszene auch nicht.
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